Boxen in Deutschland
Boxen ist weit davon entfernt Breitensport in Deutschland zu sein. Während in den Anfangsjahren der Republik Boxen noch in jeden Sportunterricht an einer Schule gehörte, hat diese Sportart inzwischen einen Nischenstatus erlangt, den sie aber immer dann verlässt, wenn medienwirksame Events, wie zum Beispiel ein Kampf der beiden Klitschko-Brüder ansteht.
Boxen gilt als blutige und brutale Sportart und hat gleichwohl doch Anhänger, die nicht nur im männlichen Lager zu finden sind. Boxveranstaltungen tauegn sehr wohl auch als Mega-events und werden bei Bedarf auch in den größten Hallen Deutschlands ausgetragen.
Selbst für Statistikfans bietet der Boxsport das eine oder andere “Leckerli”. Hier einige Beispiele:
Den Rekord für den schnellsten Amateur-Knockout hält Allan Lamar Green. Er schlug 2002 im Achtelfinale der National Golden Gloves seinen Gegner nach nur 6 Sekunden KO. Damit verdrängte er Mike Tyson, der bis dahin diesen Rekord mit 8 Sekunden hielt.
Mit dem Titel „Der schwerste Box-Weltmeister aller Zeiten“ darf sich Primo Carnera brüsten. Er wog am Tag seinen Titelgewinnes stolze 120 kg
Die meisten Niederschläge in einem Kampf musste Danny O´Sullivan im Dezember 1950 einstecken. Sein Gegner Viv Towell schickte ihn nicht weniger als 14 mal auf die Brettter.
Jung und jünger. Im Alter von 17 Jahren wurde Wilfredo Benitez Box-Weltmeister im Superleichtgewicht. Der jüngste im Schwergewicht war Mike Tyson, als er 1986 im Alter von 20 Jahren sein Weltmeistertitel im Boxkampf mit Trevor Berbick erkämpfte. Dieser Kampf dauerte im Vergleich zu dem längsten Boxkampf der Geschichte nicht lange. Dieser fand wahrscheinlich 1893 zwischen Brown und Buke statt. Der Fight wurde nach 110 Runden oder 7 Stunden und 19 min abgebrochen und Unentschieden gewertet. Demgegenüber steht der kürzeste WM -Kampf. Dieser fand 1993 im Mittelgewicht statt. Die Kontrahenten hießen McClellan und Bell. Nach 20 Sekunden war Schluß und McClellan blieb Weltmeister